Balz Bürgisser, Gemeinderat Grüne

Am Mittwoch, 25. August 2021, hat der Gemeinderat über den Antrag der Grünen diskutiert, die 10 Autoparkplätze auf dem Pausenplatz/Allwetterplatz hinter dem Schulhaus Hans Asper in Wollishofen, zu verlagern. Die Autos, die dort jeweils parkiert sind, schränken die Benützung dieses Platzes für Spiel und Bewegung der Jugendlichen stark ein. Der Antrag wurde im Gemeinderat abgelehnt, da nur die Grünen und Teile der SP ihn unterstützten.

Am Mittwoch, 1. September 2021, hat der Gemeinderat ein Postulat der Grünen, die Autoparkplätze auf der neuen Schulanlage Luchswiesen in Schwamendingen um 50% zu reduzieren, abgelehnt, da nur die Grünen und die SP ihm zustimmten.

Wir Grüne haben die Vision „Autoarme Schule“: Wir wollen die Autoparkplätze auf Schulanlagen deutlich reduzieren.

Was wollen wir damit erreichen?

  1. Der knappe Freiraum auf Schularealen wollen wir Grüne klimaökologisch gestalten und den Kindern für Spiel und Bewegung zur Verfügung stellen.
  2. Mit der Reduktion der Parkplätze wollen wir zum Klimaziel Netto Null CO2 Dazu eine Erläuterung: An den 110 (öffentlichen) Schulen in der Stadt Zürich arbeiten zahlreiche Menschen: Lehrpersonen, Betreuungspersonen usw. Die Verkehrsmittelwahl dieser Personen beeinflusst die CO2-Bilanz der Stadt; und die Wahl des Verkehrsmittels wird entscheidend beeinflusst von den zur Verfügung stehende Parkplätzen am Zielort.

Ich bemerke dazu: in der CO2-Bilanz der Stadt Zürich sollte sowohl der direkte als auch der indirekte CO2-Austoss berücksichtigt werden. Daher ist auch das Elektro-Auto keine Lösung des Klima-Problems: Bei der Herstellung (und Entsorgung) von jedem Auto gibt es viel CO2-Ausstoss und Umweltbelastung.

Ist es überhaupt möglich, die Anzahl Parkplätze bei Schulanlagen zu reduzieren – wie wir Grüne es fordern?

Zum Glück gibt es in der gültigen Parkplatzverordnung Artikel 8 Absatz 5: Für autoarme Nutzung kann – gestützt auf ein Mobilitätskonzept – der Pflichtbedarf an Parkplätzen tiefer festgelegt werden. Die Reduktion von Autoparkplätzen bei Schulhäusern, die durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen sind, ist also völlig legal heute möglich. Weshalb getrauen sich der Stadtrat und die Verwaltung nicht, dies automatisch so umzusetzen?

So wird doch die Lebensqualität und die Sicherheit der Kinder auf der Schulanlage erhöht – und erst noch einen Beitrag zum Erreichen von unseren Klimazielen geleistet.